Donnerstag, 19. juni 2008
Als Heranwachsender, Anfang bis Ende der 60er, stolperte man noch auf Schritt und Tritt über die Staatstragenden des 1000jährigen Reiches,
sie waren noch überall. Aber nicht nur das, auch die Wilhelminischen aus der guten alten Kaiserzeit tummelten sich noch überaus rüstig in unserem Leben. "Arbeitslager" war der inbrünstige Wunsch
vieler Altvorderen, wenn sie einen jungen Menschen mit ungebremstem Haarwuchs sahen. In den Kneipen wetteiferten die Alten mit den ganz Alten darüber, wessen Krieg der härtere war. Einig waren sich
die meisten darüber, daß ihre schönste Zeit beim Militär war, im Krieg. Da versuch mal als Teenager einen eigenen Nationalstolz zu entwickeln
Wir erklärten uns damals kurzerhand als Menschen, als Europäer oder - noch besser - als Weltbürger. Das machten uns die Alten nicht streitig, das gehörte
uns, damit konnten wir leben. Wir, die Rotznasen von damals, haben die EU und die Globalisierung vorweg genommen. Tja, so sind wir und so waren wir.
Heute allerdings spielt unsere Nationalmannschaft gegen Portugal. Und sie wird, sie MUSS gewinnen. Ich bin absolut für die EU, ganz besonders mit Deutschland als Europameister.
Doitschloooooond!!!!!!